1973: Nun stand unser 12. Schützen- und Volksfest vor der Tür. Es ist gleichzeitig das Fest unseres 60-jährigen Vereinsbestehens. Wir haben alles Erforderliche veranlasst, um das Fest Glanzvoll zu gestalten.

„Unser Schützenfest“, sagen die Hofsteder und Riemker Bürger, wenn sie vom dem Volks- und Schützenfest auf dem Riemker Marktplatz sprechen. Und wirklich, es ist ihr Fest, der bürgerlichen Gemeinschaft unseres Stadtteils. Wie immer war die Spannung während des Vogelschießens groß. Endlich holte unser Schützenkamerad Walter Hasenkamp von der 3.Kompanie den Vogel von der Stange. Ganz toll war natürlich, dass er sich seine Ehefrau als Königin erwählte. Das war übrigens neu in unserer Vereingeschichte. Als König Walter I. und Königin Hannelore I. übernahmen die beiden für drei Jahre die Regentschaft über das Schützenvolk.

Als wir vor drei Jahren 385 Mitglieder zählten, strebten wir die 400er-Grenze an. Heute können wir berichten, das wir diese Grenze bereits um 26 Mitglieder überschritten haben.

Am 23. September, nur wenige Tage nach unserem Schützenfest, verschied unser Ehrenvorsitzender Heinrich Terwei. Er war mehr als 40 Jahre Mitglied unseres Vereins und bekleidete von 1957 bis 1967 das Amt des Vorsitzenden.

Unser Schützenverein gehört mit seinen über 400 Mitgliedern zu den größten Vereinen unseres Schützenkreises. Neben dem geselligen Vereinsleben wird der Schießsport bei uns sehr gepflegt. Die Jungend, die einmal die Tradition unseres Schützenvereins fortsetzen soll, wird von unseren Jugendleitern besonders betreut.

Auf der Jahreshauptversammlung am 25.März 1975 wurde einstimmig beschlossen, dass wir 1976 wieder ein Volks- und Schützenfest durchführen wollen. Es ist das 13. in der Vereinsgeschichte. Man ließ sich aber von der Zahl 13 nicht abschrecken.

Walter Rauschbach legte wegen beruflicher Überlastung das Amt des Vorsitzenden nieder. Er hat sich große Verdienste um unseren Verein und um das Schützenwesen erworben. Walter Rauschenbach wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Einstimmig wurde Anton Becker zum neunen Vorsitzenden gewählt. Der amtierende König Walter I. beförderte ihn zum Oberst. Stellvertretender Vorsitzender wurde Walter Hasenkamp, Ewald Schmidt von der 2.Kompanie wird zum Musikoffizier unseres Bataillons ernannt.

Eine der ersten Amtshandlungen des neuen Vorsitzenden war die Einführung einer einheitlichen blau-weißen Mütze für alle Mitglieder.

In den Hauptversammlungen unserer Kompanien wurden neue Kompanieführer gewählt: Die 1.Kompanie wird von Hans Scheuermann geführt. Alois Knapp leitet die 5.Kompanie. Kompanieführer der 6.Kompanie ist Karl-Heinz Bittorf.

Manfred Anschütz hatte für den Nachwuchs der Schützen eine Wiege gebaut. Diese sollte bei Bedarf den Kompanien zur Verfügung stehen. Bei größerem wollte er weiter Wiegen anfertigen.

Höhepunkt aller Veranstaltungen unseres Vereins ist und bleibt das Schützenfest. So auch im Jahre 1976. Beim Königsschießen hat sich ein Mitglied der 2.Kompanie herauskristallisiert: Karl Behring. Als Königin erkor er sich seine Ehefrau Irmgard I.

Am 16.Juni 1978 verstarb der langjährige Kompanieführer der 1.Kompanie, Ehrenmitglied Bernhard Bröckelmann.

Unser 65-jähriges Vereinsbestehen fiel nicht in den dreijährigen Rhythmus unserer Schützenfeste. Da in unserem Stadtteil keine Räumlichkeiten vorhanden sind, um diesen Tag im großen Rahmen zu gestalten, haben wir den Riemker Raum verlassen und die Mitglieder, Freunde und Gönner unseres Schützenvereins zu einer Jubiläumsveranstaltung in die Ruhrlandhalle eingeladen. Zwei bekannte und beliebte Kapellen spielten zum Tanz und die reichhaltige Darbietung der verschiedenen Künstler kamen gut an.

Die Schützenkameraden Heinrich Atzert und Clemens Schmale wurden mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes für 50-jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet. Wilhelm Hasenkamp erhielt die goldene Nadel für 40-jährige Vereinstreue.

Im Jahre 1979 stieg unser 14. Schützen- und Volksfest. Beim Königsschießen behielt Manfred Anschütz von der 5.Kompanie die Nerven und holte unter dem Jubel der etwa 1000 Zuschauer den Rest der Vogels von der Stange. Wie schon in den vorangegangenen Schützenfesten praktiziert, nahm auch er seine Ehefrau als Mitregentin. Als Manfred I. und Inge I. führten sie am Sonntag den farbenprächtigen Festzug durch Riemke an.

Von 16. bis 18. Oktober fand in Recklinghausen der 32. Westfälische Schützentag statt. Unser Bataillon beteiligte sich zusammen mit den Spielfreunden „Frisch voran“ am Festzug.

Im Geschäftsjahr 1981 verstarb verstarb unsere Ex-Königin Irmgard Behring und unser Ex-König Heinrich Linnenberg, der erste König nach dem Zweiten Weltkrieg, sowie unser Ehrenvorsitzender Walter Rauschenbach.

Der Schießsport wird in unserem Schützenverein besonders gepflegt. Viele Pokale und Auszeichnungen, die wir bei Wettkämpfen errangen, beweisen, dass unsere Schützinnen und Schützen gute Schießergebnisse erzielen.

Rechtzeitig zu unserem Schützenfest trafen die neuen Ärmelstreifen zur Vervollständigung unseres Schützenrocks ein. Der Ärmelstreifen mit der Aufschrift „ABSV Hofstede-Riemke 1913 e.V.“ soll als Unterscheidungsmerkmal zu anderen Vereinen dienen.

Das 15. Schützen- und Volksfest vom 3. bis 6. September war der Höhepunkt des Jahres 1982. Beim Königsschießen war Friedhelm Küster von der 6.Kompanie der Glückliche. Ihm gelang der entscheidende Schuss. Zu seiner Königin erwählte er sich seine Frau Inge. Beide haben sich in unserem Schützenverein schon jahrelang bestens bewährt. Für uns ein Zeichen, dass wir für die nächsten drei Jahre ein gutes Königspaar haben würden.

Herausragendes Ereignis war am 15. Oktober 1983 unser Festabend in der Ruhrlandhalle anlässlich des 70-jährigen Bestehens unseres Schützenvereins. Namhafte Künstler wurden engagiert und nach dem Bühnenprogramm spielten im Wechsel zwei Kapellen zum Tanz.

Am 19. November fand die Bezirksdelegiertentagung in Herne statt. Dort wurde Kommandeur, Heinrich Dittmar, sowohl für seine langjährige Mitgliedschaft als auch für seine tatkräftige Mitarbeit im Westfälischen Schützenbund mit der Kölner Medaille ausgezeichnet. Unser Vorsitzender Anton Becker erhielt das Ehrenschild des DSB für besondere Verdienste um das Schützenwesen.

Beim 16. Schützenfest vom 6. bis 9. September 1985 stand der im dreijährigen Turnus stattfindende „Regierungswechsel“ beim ABSV wieder bevor. Acht Bewerber feuerten mit ruhiger Hand und wachem Auge um die Königswürde. Nachdem die anderen Bewerber ihr Pulver verschossen hatten, holte Hans Scheuermann mit einem Volltreffer den Vogel vom Ständer. Als Mitregentin wählte er sich seine Ehefrau Karin.

1988: Endlich war es wieder soweit: Wir Hofsteder und Riemker feierten unser 17. Schützenfest. Diesmal ein Jubiläumsfest zum 75-jährigen Bestehen unseres Allgemeinen Bürger-Schützenvereins Hofstede-Riemke 1913 e.V. Das Fest des Jahres in unserem Stadtteil, das Fest für alle. „Wer wird denn unser neuer Schützenkönig?“ Dieses war die am häufigsten gestellte Frage beim Königsschießen. Eine Überraschung bahnte sich an. Der König kam aus der 5. Kompanie. Alois Knaup errang mit dem 24. Schuss die Königswürde. Zu seiner Königin erwählte er sich seine Ehefrau Elisabeth.

Das 18. Schützenfest vom 6. bis 9. September 1991 ist ganz hervorragend gelaufen. Nur 20 Minuten konnte sich der hölzerne Vogel auf der Stange halten. Da breitete ihm ein ganz junger Schützer ein spektakuläres Ende. Es war Hans-Martin Agethen aus der 6. Kompanie. Er wählte sich Ehrefrau Claudia zur Königin.

Eine große Feier gab es zum 80-jährigen Bestehen unseres Schützenvereins. Einen würdigen Rahmen bildete am Samstag, dem 23. Oktober 1993, 20Uhr, wieder die Ruhlandhalle. Nachdem schon die Feiern zum 65. und 70. Vereinjubiläum bereits im Veranstaltungszentrum am Stadionring über die Bühne gingen, sollten beim 80-jährigen Festabend aller guten Dinge drei sein.

Unser 19. Schützenfest vom 2. bis 5. September 1994 war wieder gelungen. Die gute Organisation an allen Tagen und die Durchführung des Zapfenstreiches und Festumzuges wurde von den Zuschauern, Gästen sowie von den Gastvereinen gelobt und bewundert. Zum Königsschießen traten vier Schützen an. Mit dem 14. Schuss holte Hans-Peter Schleußner von der 7.Kompanie den Vogel von der Stange und wurde Schützenkönig.

Hans-Peter I. wählte seine Ehefrau Edith zu seiner Königin. Die Mitglieder der 7.Kompanie waren total geschockt. Sie haben nicht damit gerechnet, dass aus ihrer Kompanie der neue König kommt. Allmählich erholten sie sich aber von dem Schrecken und gefielen sich als Königskompanie.

Vom 5. bis 8. September 1997 feierten wir unser 20. Schützenfest. Stolz blickten wir auf 84 Jahre des Vereinsbestehens zurück. Unser Vereinleben ist lebendig wie eh und je. Es ist unser Wunsch, dass das Schützenfest 1997 an den vier Tagen geprägt ist von Frohsinn, guter Stimmung und Geselligkeit.

Höhepunkt war natürlich das Königsschießen. Durch den entscheidenden Schuss von Oskar Detering fiel der Vogel zu Boden. Nach Sekunden des Schocks lagen sich die Schützen der 3.Kompanie in den Armen, denn sie waren nach 24 Jahren wieder Königskompanie und ließen ihren Oskar hochleben. Zu seiner Mitregentin erwählte er sich seine Frau Birgit.

Im Rahmen der Informationsfahrten des Bataillons nahmen wir am 29. April 1998 die Gelegenheit zur Besichtigung des Braunkohlentageabbaus Garzweiler der Rheinbraun AG wahr. Unsere Freunde, die „Spielleute Herne 08“ feierten am 16. Mai ihr 90-jähriges Bestehen. Wir waren natürlich mit einer starken Abordnung vertreten.

Auf der Jahreshauptversammlung am 13. März 1999 stellte sich der stellvertretende Vorsitzende Walter Hasenkamp, nach 23-jähriger Tätigkeit, nicht mehr zur Wahl. Einstimmig wurde Thomas Becker zu seinem Nachfolger gewählt.

Am 29. Mai starteten wir unseren Bataillonsausflug; Ziel war Olpe am Biggesee. Das Offiziersfest fand am 23. Oktober in Dorsten – Lembeck, im Restaurant Haus Nordendorf „Zur den alten Buchen“ statt.

Willkommen im „Neuen Jahrtausend“!! Der Bataillonsvorsitzende Anton Becker zog auf der Jahresversammlung am 18. März 2000 das Resümee einer höchst erfolgreichen sportlichen und gesellschaftlichen Vereinsarbeit.

Mit dem 21. Schützen- und Volksfest vom 1. bis 4. September erreichte das Jahr für die Schützen ihren besonderen Höhepunkt. Die Königswürde wurde von Peter Geutner mit dem 38. Schuss errungen. Peter I. nahm seine Frau Marlies zu seiner Königin.